China geht ins Jahr des Hahns

Ich wünsche allen viel Glück und Erfolg im Jahr des Feuer-Hahns!

Am 28. Januar geht in China das Jahr des Affen zu Ende und das Jahr des Hahns beginnt. Nach dem turbulenten Affen-Jahr könnte es nun ruhiger werden – oder auch nicht. Denn es handelt sich diesmal um eine Verbindung des Hahns mit dem Element Feuer, die es nur alle 60 Jahre gibt, den Feuer-Hahn. Feuerjahre gelten bei chinesischen Astrologen als aufgeladen und gefährlich.

Der Hahn im Scherenschnitt (CC BY-SA 3.0)
Im chinesischen Kalender soll der Hahn generell für fünf wichtige Tugenden stehen, wie die Sinologin Dr. Irene Wegner in dem Artikel „Sonnenrufer, Kampfmaschine oder Hennenversteher“ in der „Zeitschrift für Qigong Yangsheng“ schreibt.

Der Kamm steht demnach für die Krone des Geistes, die Sporen stehen für Mut und Kampfeswillen, sein Krähen am Morgen steht für Zuverlässigkeit, seine Achtsamkeit für den ganzen Hühnerhof steht für seine Fürsorge und seine rote Farbe steht für den Schutz vor Feuer. Wer im Jahr des Hahns geboren wurde, soll leicht irritierbar und reizbar sein. Als positive Eigenschaften gemäß der Bedeutung der Erdstämme werden ihm unter anderem Ehrlichkeit, hohe Intelligenz, ein ausgezeichnetes Gedächtnis, Wachsamkeit und Geschick in finanziellen Angelegenheiten zugeschrieben. Auf der negativen Seite stehen unter anderem Prahlerei, Angeberei, Eigensinn oder die Neigung, missverstanden zu werden.

Im Qigong sehr bekannt ist die Übung „Der goldene Hahn steht auf einem Bein“. Der Hahn ist eines der Tiere, die als Vorbilder für Haltungen und Bewegungen im Qigong dienen.

Das chinesische Neujahr richtet sich nach dem Mondkalender und fällt immer auf den zweiten Neumond nach der Wintersonnenwende, also auf ein Datum zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar. Ähnlich unserem Weihnachtsfest ist das Neujahrs- oder auch Frühlingsfest das wichtigste chinesische Familienfest.